Martin Krumme


Dritter bei EM

Geschnitzter Garten Eden

DerWesten 09.09.2011

 

Breckerfeld. (OE) Erfolgreich kehrte Martin Krumme, Inhaber und Küchenchef des „Gasthofs zur Post“ in Zurstraße, vom „Europäischen Gemüseschnitzwettbewerb 2011“ aus Leipzig zurück.

 

Martin Krumme errang bei der EM der Gemüseschnitzer gemeinsam mit zwei Freunden im Team-Wettbewerb die Bronze-Medaille. Am Wettbewerb nahmen elf Mannschaften aus ganz Europa teil. Martin Krumme: „Gold holten die Kollegen aus Russland, Silber fiel an die polnische Mannschaft.“

 

Zur Vorbereitung der Europameisterschaft hatten sich in der Küche des Gasthofs zur Post bereits Anfang Juli Bernd Fabian aus Guben in Brandenburg, Markus Götschel aus einem Vergnügungspark im hessischen Lahntal und Martin Krumme zum „Trainingslager“ getroffen. Sie wählten das Thema „Garten“ für die Demonstration ihrer Schnitzkunst. Schon damals bauten sie die Grundplatte für die Gartenlandschaft mit Hilfe von Teichfolie, einer Pumpe, Steinen und einer bizarren Wurzel aus der Umgebung von Zurstraße. Festgelegt wurde, wer welche Pflanzen oder Tiere schnitzen wird und wer weiteres Zubehör wie frisches Moos, Farn oder Bonsai-Bäume mitbringt.

 

„Es war nicht einfach“

In der Messehalle hatten die Teams am Dienstag während der Fachmesse für den Gastronomiebereich vier Stunden Zeit zum Schnitzen und Aufbauen. Martin Krumme: „Es war nicht einfach, in der lauten Messehalle mit immer wieder wechselnden Zuschauern im Rücken die filigranen Figuren frei aus der Hand konzentriert zu schnitzen.“

 

Mancher Schweißtropfen musste von der Stirn gewischt werden, zumal einige Konkurrenten bekannte Größen aus der Welt der Gemüseschnitzer waren. Die drei konnten es kaum fassen, als sie bei der Siegerehrung von der Jury als Dritte aufgerufen wurden. Martin Krumme: „Diesen Augenblick werde ich nie vergessen.“

 

Knappe Entscheidung

Der Punkteabstand zur Silbermedaille sei dazu noch sehr gering gewesen. Die Komposition ihrer Schnitzlandschaft und die hohe handwerkliche Ausführung in chinesischer Schnitztechnik hätten zur Bronzemedaille verholfen.

 

Die Gartenlandschaft lebte durch den fließenden Bach und den Nebel über dem kleinen Teich mit einer Seerose und einem Koi, den von oben ein Greif bedroht. Am Ufer bilden eine Pagode, große und kleine Rosen und Bambusstangen - alles aus Melonen, Rettich, Papaya, Möhren oder Kohlrabi geschnitzt - mit pflanzlichen Accessoires einen Garten Eden.